Mit dem Motorrad über den Sölkpass: Tu felix austria – Land der Berge, kurvenreich

Von Vorarlberg bis ins Burgenland, von hochalpinen Gefilden bis zur pannonischen Tiefebene, das kleine Österreich bietet allen Bikern große Erlebnisse. Die österreichischen Traumrouten führen vom Bodensee bis zum Neusiedlersee und locken mit der Erfahrung hoher Gipfelwelten und der Eroberung historischer Burganlagen.

Für einen der Höhepunkte der Österreichtour wird in den Niederen Tauern in der Steiermark gestartet, wo der Sölkpass das Mur- mit dem Ennstal verbindet. Wer das Vergnügen auf zwei Rädern in Liezen startet und in östlicher Richtung über die Triebener Tauern weiterfährt, den führt eine ca. 200 Kilometer lange Tagestour auf 1274m Höhe und wieder hinunter. Über Selzthal und Rottenmann dirigiert als Lotse die Wehrburg Strechau ins ehemalige Bergwerksdorf Trieben. Wo auf der Burgruine Frauenstein einst Minnesänger Ulrich von Liechtenstein zu hören war, ertönen die Motorenklänge in Richtung Naturpark Grebenzen, Stift St. Lambrecht und Schloss Murau. Von hier führt die B96 zum Sölkpass, der Biker mit einem einmaligen Kurven-und-Kehren-Erlebnis, aber mit auch gewissen Herausforderungen lockt.

Auf der südlichen Seite durchfährt man wegen der starken Bewaldung eine eher unübersichtliche Strecke, die der perfekten Kurvenlage stellenweise auch durch ungünstig platzierte Weideroste den Kampf ansagt. An dieser Stelle seien Anhänger der Knieschleiferfraktion gewarnt – auch Kühe betrachten die Fahrbahn oft als erweitertes Weideland. Durch die steigende Frequenz von Motorrädern wird bereits laut über die gänzliche Sperre für einspurige Kraftfahrzeuge nachgedacht. Um gleich beim Thema Sperre zu bleiben: der frühe Vogel fängt zwar den Wurm, doch der vom Frühling übermotivierte Biker wird manchmal mit einer Lawinensperre, die bis Ende Mai dauern kann, bestraft. Bis dahin hat er ja genug Zeit, sich auch Gedanken über seine Versicherung zu machen. Wer die Angebote zur Motorrad Versicherung vergleicht, kann mit einem Anbieterwechsel eine Menge Geld sparen. Das könnte er dann auch gleich in warme Unterwäsche investieren. Die Passhöhe ist zwar beeindruckend, aber sogar an sommerlichen, sonnigen Tagen weht bei der Kapelle am Sölkpass meist ein rauer Wind. Je näher die Sölker Passhöhe mit 1788m Höhe kommt, desto besser wird zwar die Kurvensicht, jedoch bleibt einem eine schöne Aussicht größtenteils verwehrt. Den besten Ausblick bietet der Aussichtspunkt kurz vor der Passhöhe bei der Ostkehre. Die folgende Talfahrt wird gleich einmal durch sechs satte Kehren gebremst, deren Überwindung jedoch seit kurzem durch den besseren Ausbau erleichtert wurde. Wer nun genug vom Sattel seines Zweirades hat, genießt eine Pause bei dem Besuch des Wasser-Lehrpfades westlich von St.Nikolai. Diesen Naturpark verlässt man bei Großsölk und erreicht Stein an der Enns, von wo die stark befahrene B 146 zurück nach Liezen führt. Wer der starken Konkurrenz auf der Straße mit Tempo 70 und Überholverbot ausweichen möchte, wählt den gemütlicheren Weg auf der kleinen Landstraße über Öblarn und Irdning und lässt so einen spannenden Tag auf zwei Rädern ruhig ausklingen.

13.04.2012